Seit Jahren schon wird die schweigende Mehrheit in unseren Breitengraden laufend genervt, belehrt und belästigt. Sie belehren uns, was wir nicht mehr essen und trinken dürften, ermahnen uns, was man nicht mehr sagen dürfe oder sie diktieren uns, was wir zu denken hätten, um nicht als Hinterwäldler ausgegrenzt zu werden.
«Schlusspunkt»-Kolumne von Anian Liebrand, erschienen in der «Schweizerzeit» am 10. April 2026
Verantwortlich für diesen «Tugendterror» sind Anhänger der Wokeness und zahllose Minderheiten mit extremem Sendungsbewusstsein, die den anmassenden Anspruch haben, andere Menschen nach dem eigenen Gusto umerziehen und verändern zu wollen.
Wie viele andere geerdete Bürger auch, hatte ich von Anfang an eine gesunde, intuitive Abneigung gegen all diese übergriffigen Modeerscheinungen und Ideologien. Egal, ob sie sich jetzt Grüne, Veganer, LGBTQ+XYZ oder nonbinäre Pinguine nannten – mich widert dieses oberflächliche Bessermenschentum nur noch an. Doch so absurd, weltfremd und oft gefährlich ihre Forderungen auch waren: Diese Kreise haben über viele Jahre die veröffentlichte Meinung dominiert – auch in der Schweiz. Wer sich einreihte und mitmachte, hatte das Gefühl, zu den Guten und moralisch Höherwertigen zu gehören – meist verbunden mit dem nicht unwesentlichen Hintergedanken, das eigene Image in den Medien aufzubessern, wenn man sich als besonders «inklusions- oder LGBTQ-freundlich» anbiedert.
Doch der Wind hat mittlerweile gedreht. Die Wokeisten dürften ihren Zenit vor ein, zwei Jahren überschritten haben – seither schwimmen ihnen die Fälle immer mehr weg. Den entscheidenden Ausschlag dürfte die Wahl von US-Präsident Trump Ende 2024 gewesen sei. Kaum im Amt, verkündete er, die USA kenne «nur» noch zwei Geschlechter – namhafte seiner Mitstreiter arbeiten seither mit beträchtlichen Mitteln strategisch an einer konservativen Wende. Schon kurz darauf stellte man fest: Namhafte Grossunternehmen und Social-Media-Plattformen, welche bis anhin nichts unterliessen, um der Lobby der Nichtheterosexuellen (LGBTQ) zuzudienen, vollzogen einen Kurswechsel. Sie stoppten ihre Zahlungen und lockerten die Zensurschraube.
Diese Trendumkehr ist mittlerweile in die Schweiz übergeschwappt. Die Credit Suisse als grösste LGBT-Woke-Bank hierzulande gibt es nicht mehr und vor kurzem wurde bekannt, dass das «Pride»-Festival in Zürich dieses Jahr nicht mehr stattfinde – auch, weil namhafte Sponsoren abgesprungen seien. Die Wokeness-Lobby hat ihren Zenit überschritten, die Vernunft kämpft sich mit grossen Schritten durch das Dickicht des Wahnsinns zurück.
Der Beitrag Wokeness – den Zenit überschritten erschien zuerst auf Anian Liebrand.





