
Ich bin überzeugt: Die Konflikte, die durch die Machtansprüche des politischen Islams entstehen, werden die Schweiz in den kommenden Jahren wieder verstärkt beschäftigen. Gut, dass sich das Egerkinger Komitee an den entscheidenden Fronten in Stellung gebracht hat und damit die Strategie der Islamisten, unsere Gesellschaft auf leisen Sohlen zu unterwandern und vor vollendete Tatsachen zu stellen, torpediert.
Eine der wichtigsten Fronten ist die Frage der Finanzierungs-Transparenz muslimischer Gemeinschaften. Noch immer müssen sie nämlich nicht offenlegen, woher die Gelder für ihre geplanten Grossprojekte stammen. So sorgt derzeit für Unbehagen, dass in St. Gallen ein islamisch-albanischer Verein mit 300 bis 500 Mitgliedern ein Moscheeprojekt plant, das 15 Millionen Franken kosten soll. In Siebnen SZ wurde der Bau eines geplanten Islamzentrums im Dorfkern nach massivem Widerstand von Gemeinde und Bürgern fallengelassen – auch hier war intransparent, wie die für ein solches Bauvorhaben nötigen Millionen hätten beschafft werden sollen.
Zweimal also das gleiche Muster: Muslimische Grossprojekte mit unklaren Finanzierungsquellen werden angekündigt, die Bevölkerung ist aufgewühlt – und die Politik zuckt mit den Schultern. Vor dem Hintergrund, dass muslimisch-autoritäre Staaten wie die Türkei, Saudi-Arabien und die Golfstaaten hunderte von Millionen in islamistische Strukturen in Europa (auch in die Schweiz) pumpen, ist es nichts weniger als ein Akt der Selbstverteidigung, dass unser Parlament endlich beschliesst, dass muslimische Vereinigungen ihre Finanzierung offenlegen müssen und Geldflüsse aus ausländischen Staaten, die unsere Werte ablehnen, verboten werden. Es ist das Erkennungsmerkmal des Egerkinger Komitees, dass es problematische Entwicklungen immer wieder frühzeitig erkannte – und gehandelt hat, bevor es zu spät war. Minarettverbot, Verhüllungsverbot und jüngst die Vorstösse für ein Kopftuchverbot an staatlichen Schulen: All das sind weise, wohldurchdachte Massnahmen, die der Ausbreitung des politischen Islams einen Strich durch die Rechnung machen – und immer wieder aufs Neue bekräftigt und wiederholt werden müssen.
Am 14. Juni brauchen wir mit dem Ja zur Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» eine Zuwanderungsdeckelung, die explizit auch das Einsickern von radikal-islamistischen Migranten miteinschliesst. Wir müssen unsere Blicke nur in die französischen Banlieues schweifen lassen, um zu sehen, welche Entwicklungen einem Land drohen, das seine Zuwanderungspolitik nicht im Griff hat.
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